2018-01-25 08:10:46

Atos installiert leistungsstärksten Supercomputer Deutschlands im Forschungszentrum Jülich

Atos installiert im Forschungszentrum Jülich seinen neuesten Supercomputer, BullSequana X1000. Der 12-Petaflop-Rechner ermöglicht Berechnungen mit der Verarbeitung von mehr als zwölf Millionen Milliarden Operationen pro Sekunde und wird damit der schnellste Supercomputer in Deutschland und einer der schnellsten weltweit sein.

Mathias Hein

Der Supercomputer wird unter anderem für Forschungsarbeiten im Human Brain Project eingesetzt. Das Ziel des Projektes ist es, das komplette menschliche Gehirn innerhalb der nächsten zehn Jahre detailgetreu von der Genetik über die molekulare Ebene bis hin zur Interaktion ganzer Zellverbände auf einem Supercomputer der Zukunft zu simulieren.

Der BullSequana Supercomputer ist hochflexibel konzipiert und ideal für die interdisziplinäre Spitzenforschung geeignet. Dank der Zusammenarbeit mit Atos sichert sich das Forschungszentrum Jülich die Spitzenposition als deutschlandweit erste Institution, die das Supercomputer-Flaggschiff für seine Forschungsarbeiten nutzt. Das Gesamtsystem umfasst zehn BullSequana X1000-Zellen und aufgrund der Heißwasser-Kühlung konnte der Energieverbrauch auf das notwendige Minimum reduziert werden und ist damit rund zehnmal geringer als bei früheren Supercomputer-Generationen.

„Die wissenschaftliche Community in Deutschland und Europa benötigt qualitativ hochwertige, flexible und skalierbare Rechenleistung sowie die passende IT-Infrastruktur. Komplexe Simulationsmodelle und unstrukturierte Datensätze mit Milliarden von Datenpunkten – diese Herausforderungen meistert das neue Supercomputing-Modul von Atos“, sagt Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Marquardt, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich.

„Dass sich das Forschungszentrum Jülich für den Atos BullSequana Supercomputer entschieden hat, beweist, dass unsere europäischen Technologien und Lösungen immer mehr Forschungsinstituten erheblichen Mehrwert und das nötige Vertrauen bei der Bewältigung ihrer anspruchsvollen Herausforderungen bringen. Darüber hinaus erkennen sie an, dass sich der Atos BullSequana Supercomputer durch hohe Energieeffizienz und sorgfältigen Umgang mit Ressourcen auszeichnet. So bietet er den neuesten Stand der Technik mit geringen CO2-Emissionen, um Exascale-Level auf nachhaltige Weise zu erreichen“, sagt Thierry Breton, Chairman und CEO von Atos.

Atos ist neben der Installation des Supercomputers auch für den Betrieb und den On-site-Support verantwortlich und arbeitet dazu eng mit den Spezialisten von ParTec aus München zusammen, die mit ihrem ParaStation Software-Stack sowie vor Ort mit Experten das System-Management sicherstellen werden.

„Seit 2010 entwickeln unsere Experten die Software, die in Zukunft die Verbindung mehrerer Module zu einem System schafft. In Partnerschaft mit Atos ist es unser Ziel, die führende Software für das Exascale-Rechnen bereitzustellen“, sagt Bernhard Frohwitter, CEO von ParTec.

Der Supercomputer wird vom Jülich Supercomputing Centre als Mitglied im Gauss Centre for Supercomputing betrieben und im zweiten Quartal 2018 in Jülich installiert. Das System wird mit Mitteln des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert.

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