2010-09-16 07:26:14

Disti im Preisvergleich

ITscope wird mit Marketviewer, seiner Preisvergleichsplattform für Händler, auch in Österreich aktiv. Die Distributoren zeigen überwiegend positiv Reaktionen.

Michael Reisner

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Der Start von ITscope in Deutschland Mitte vergangenen Jahres verlief turbulent. Während sich viele Fachhändler, Systemhäuser und auch kleinere Distributoren für eine Zusammenarbeit mit dem Dienstleister interessierten, gab es bei einigen Großhändlern Aufklärungsbedarf. So berichtete unser IDG-Schwesternmagazin „ComputerPartner Deutschland“ über den ersten Auftritt des „Marketviewers“, dass mit Hilfe dieser von ITscope entwickelten Software zwar zahlende Wiederverkäufer über 200.000 Produkt- und Preisdatensätze von 120 Distributoren zu ihren Konditionen vergleichen können. Das aber, ohne sicherzustellen, dass alle Verantwortlichen der Grossisten darüber informiert waren. Daher gab es nach Erscheinen des ersten Artikels über die Preisvergleichsplattform einige Aufregung bei unserem nördlichen Nachbarn. Dem Bericht zufolge zeigten sich Tech Data und Ingram Micro über das forsche Auftreten des jungen Unternehmens ziemlich entrüstet, und Actebis Peacok hatte sich sogar von der Liste streichen lassen.

Das alles ist mittlerweile Schnee von gestern.

Aus Gegnern wurden Verbündete

„Es gab damals Versäumnisse in der Kommunikation“, räumt Alexander Kiffe, Vertriebsleiter von ITscope, rückblickend ein und betont, dass dies mittlerweile nachgeholt worden sei.

Sehr erfolgreich sogar. Denn mit Actebis wird als einem der ersten Großhändler gerade eine Schnittstelle entwickelt, sodass Fachhändler direkt aus dem Marketviewer heraus ihre Bestellung abschicken können. Diese Funktionalität soll in Folge auch allen anderen Distributoren zur Verfügung stehen.

Dementsprechend harmonisch gestaltet sich der Markteintritt von ITscope ins heimische Vertriebsgeschehen. Kiffe berichtet von überwiegend positiven Reaktionen, die von unserer Umfrage voll und ganz bestätigt werden (siehe „Statements“).

Backgrounder: ITscope

Das 2003 von Alexander Kiffe, Stefan Reger und Benjamin Mund im badischen Karlsdorf Neuthard gegründete und jetzt in Bruchsal ansässige Unternehmen ITscope (www.itscope.de) hatte von Anfang an das Unternehmensziel, die Geschäftsprozesse des B2B-Handels im IKT-Sektor zu optimieren. Zuerst wurde CommerceDB eine Datenbank entwickelt, die Informationen in Listenform automatisiert verarbeitet und in eine einheitliche Datenbasis überführt, die für unterschiedlichste Zwecke verwendet werden kann. Danach auf Basis Eclipse-Framework der MarketViewer, der sich selbsttätig mit der zentralen CommerceDB-Datenbank synchronisiert. Diese Software weist als Besonderheit auf, dass individuelle Konditionen bzw. kundenspezifische Informationen vom MarketViewer Client direkt von den Online-Schnittstellen großer Distributoren, unter Beachtung aller Datenschutzrichtlinien abgefragt, werden. ITscope selbst erhält dabei weder Informationen über den Abruf individueller Preise noch Informationen über die eingegebenen Zugangsdaten.