2005-11-10 12:12:58

Ein Geschenk für Klein- und Mittelbetriebe

In Zeiten wie diesen, wo man überall nur von Einsparungen und Kürzungen hört, kommt es einem etwas komisch vor, wenn man von einer positiven Neuerung hört.

Mag. Thomas Mares

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Ich habe deshalb lange nach einem Haken gesucht, aber bislang keinen gefunden. Dementsprechend freut es mich um so mehr, dieses mal über ein echtes Geschenk an unsere Klein- und Mittelbetriebe (im konkreten Fall definiert als Betriebe mit weniger als 51 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt) schreiben zu dürfen!

Während bisher sämtliche Krankenstände, die nicht auf einen Betriebsunfall zurückzuführen waren, mehrere Wochen lang zur Gänze zu Lasten der Unternehmen gingen, übernimmt die AUVA künftig 58,34% der Kosten, und zwar:

- bei einem „normalen“ Krankenstand ab dem 11. Tag bis maximal 6 Wochen, wobei die Arbeitsunfähigkeit mind. 10 Arbeitstage in Folge bestehen muss,

- bei einer auf einen Unfall zurückzuführenden Arbeitsverhinderung sogar bereits ab dem 1. Tag (ebenfalls max. 6 Wochen), sofern die Arbeitsverhinderung über mehr als 3 aufeinander folgende Arbeitstage fortdauert. Diese Regelung gilt unabhängig davon, ob der Unfall betrieblich oder privat bedingt war!

Doch damit noch nicht genug – diese Regelung gilt für jegliche Art von Beschäftigten – Angestellte, Arbeiter, Lehrlinge und geringfügig Beschäftigte. Auch Spitzenverdiener werden dieses mal nicht ausgenommen - etwaige über der Höchstbeitragsgrundlage liegende Kosten werden nicht gekürzt!

Wie oben bereits angeführt übernimmt die AUVA diese Kosten in allen Unternehmen, deren durchschnittliche Mitarbeiteranzahl nicht über 50 Personen liegt, auf sonst oft zur Anwendung gelangende Konzernrichtlinien (z.B. Zusammenzählen der Mitarbeiter von Mutter – und Tochterunternehmen) wird verzichtet.

Und das beste habe ich mir für den Schluss aufgehoben: diese Regelung tritt rückwirkend mit 1.1.2005 in Kraft.

Sämtliche Informationen finden Sie unter www.auva.at, dort können Sie auch gleich die Antragstellung erledigen.

Habe ich zu viel versprochen? Die Devise lautet also ran an die Personalakten, Mitarbeiter zählen und sämtliche Krankenstände des letzten halben Jahres durchforsten – da ist wirklich Geld zu holen!

Mag. Thomas Mares

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