2007-08-11 19:44:16

Flash-Speicher steigern Datenverlust-Risiko

Wechselmedien in Digitalkameras, MP3-Playern oder Handys sowie USB-Sticks speichern immer wichtigere Informationen.

Fritz Katz

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Handliche Speicher-Geräte, die mit Flash-Technologie ausgestattet sind und entweder über einen Slot oder eine standardisierte USB-Schnittstelle (1.1 oder 2.0) genutzt werden, erreichen aufgrund der schnell wachsenden Kapazitäten den Gigabyte-Bereich und werden mittlerweile teilweise sogar für das Backup eingesetzt und in der Regel zu sorglos gehandhabt, so die Datenrettungsspezialisten von Kroll Ontrack. Früher lediglich für den gelegentlichen Transport von Office-Dateien als Nachfolger der Diskette verwendet, sind mittlerweile professionelle Fotos, Videos, Musik-Dateien aber auch geschäftskritische Präsentationen, Termin- und Kontakt-Einträge auf den mobilen Speichermedien abgelegt.

 

Die häufigsten Bedienfehler sind zum Beispiel unkorrektes Entfernen des Datenträgers bei Schreibzugriffen, wie das Herausziehen von Flash-Medien ohne Ausschalten der Endgeräte (zum Beispiel Digitalkameras) oder auch die Entfernung des Mediums vom PC ohne die korrekte Abkoppelung der Schnittstelle über die Software. Häufig kann die Ursache aber auch an Fehlern am Betriebssystem oder der Bildbearbeitungssoftware liegen. Zusätzlich dazu steht das Risiko des versehentlichen Löschens der Daten oder Formatieren des Mediums, da das Betriebssystem die Formatierung nicht erkennt und mit einer Standardlösung antwortet: „Soll der Datenträger formatiert werden?“.

 Zusätzlich kann auch ein Schaden in den Bauteilen einen Datenverlust herbeiführen. Hardwarefehler, wie die defekte Steuerungselektronik eines USB-Sticks, sind je nach Qualität und Verarbeitung des Produkts nicht auszuschließen. Im Inneren arbeiten ähnlich wie bei Festplatten so genannte Controller, die aufgrund von Qualitätsunterschieden ebenfalls Fehler produzieren können.