2006-02-16 12:45:03

IT Markt startet durch

Experten prognostizieren Aufwärtstrend

Die Investitionsbereitschaft im IT-Bereich nimmt im kommenden Jahr weiter zu, wobei Sicherheit und Web-Services im Vordergrund stehen.

Fritz Katz

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Dies geht aus einer aktuellen Studie (Dezember 2005) der Wiener PR-Consulter Temmel, Seywald & Partner in Kooperation mit UC4 Software hervor. Wie schon in den beiden vorangegangenen Jahren wurde das IT-Investitionsklima in den Rechenzentren von führenden deutschen, österreichischen und Schweizer Unternehmen erhoben.Rund 60 Prozent der befragten IT-Experten sehen im kommenden Jahr eine allgemeine Steigerung der IT-Ausgaben. 30 Prozent sind der Meinung, das Niveau werde gleich bleiben, und lediglich zehn Prozent rechnen mit Rückgängen. Im internationalen Vergleich liegt das Engagement im IT-Bereich hierzulande gegenüber anderen Ländern zurück. "Die interviewten IT-Entscheider sind sich aber durchwegs einig: Das kommende Jahr wird besser als 2005, wenn auch noch deutlich mehr investiert werden muss, um im internationalen Vergleich mitzuhalten", so Franz Ramerstorfer, Consultant bei Temmel, Seywald & Partner.Franz Beranek, CEO und Gründer von UC4 Software, sieht in der Studie ein wichtiges Stimmungsbarometer für den IT-Sektor: "Die Befragungsergebnisse der vergangenen beiden Jahre haben gezeigt, dass wir mit unseren prognostizierten Trends am Puls der Zeit gelegen haben. Positiv für die künftige Entwicklung des IT-Bereichs im deutschsprachigen Raum ist sicherlich das zunehmende Qualitätsbewusstsein unter IT-Experten und das Wissen um notwendige Investitionen."

Sicherheit steht im Vordergrund

Für 40 Prozent der Studienteilnehmer geht der Trend klar in Richtung IT-Sicherheit. An zweiter Stelle - mit insgesamt 17 Prozent jedoch weit weniger wichtig - sehen die Befragten das Software-Segment als Investitionsfeld für das kommende Jahr. Gleichauf liegen Internet, Storage und Systemkonsolidierung mit jeweils zehn Prozent. Geringe Investitionsbedarf sehen die Befragten im Bereich Hardware (sieben Prozent) und Optimierung (drei Prozent).

Wo investiert wird

Auch bei der Einschätzung der vordringlichen Investitionsbereiche steht bei den Befragten die Sicherheit an erster Stelle (30 Prozent), dicht gefolgt von Software mit 27 Prozent. Investitionen bei Konsolidierung, Mobile Computing und in Entwicklung erachten sieben Prozent als wichtig. Internet und Hardware sind für nur drei Prozent der IT-Experten Segmente, in die vordringlich investiert wird.

Investitionen im eigenen Haus

Hinsichtlich der Einschätzung der IT-Investitionen im eigenen Unternehmen äußern sich die Befragten weit vorsichtiger. Nur 37 Prozent gehen von einer Steigerung aus. 46 Prozent meinen, dass sich das Engagement auf dem Level von 2005 einpendeln wird. Nur 17 Prozent der Studienteilnehmer befürchten einen Rückgang der IT-Ausgaben.

Web-Services werden immer wichtiger

Einig sind sich die IT-Experten auch über die hohe Bedeutung von Web-Services. 77 Prozent der Studienteilnehmer gehen davon aus, dass deren Bedeutung 2006 zunehmen wird. Nur 23 Prozent sehen ein Einpendeln von Web-Services auf dem Niveau von 2005. Dementsprechend hoch ist auch die Bereitschaft, im eigenen Unternehmen in webbasierte Services zu investieren (87 Prozent). Nur 13 Prozent halten sich mit Investitionen in diesem Bereich zurück. Der Schwerpunkt liegt in diesem Segment laut den Experten eindeutig im Bereich Java (58 Prozent). Während SAP und .Net bei den Befragten nur auf 13 Prozent kommen. Die serviceorientierte Architektur wollen acht Prozent ausbauen.

IT-Qualität sichert Wettbewerbsfähigkeit

Das Qualitätsbewusstsein bei IT-Investitionen spielt auch im nächsten Jahr eine wesentliche Rolle. Für zwei Drittel der Studienteilnehmer ist das Qualitätsbewusstsein weiter im Steigen begriffen. 33 Prozent sind der Auffassung, dass dieses gleich bleiben wird. "Unternehmen sind einem immer größeren Leistungsdruck ausgesetzt. In den Rechenzentren wird mitunter eine Basis für die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt gelegt - die IT-Umgebung entscheidet vielerorts mit", erläutert Ramerstorfer.

Über die Studie "IT-Trends"

Die Erhebung "IT-Trends" wird seit 2003 jährlich im November/Dezember von den Wiener PR-Consultern Temmel, Seywald & Partner in Kooperation mit der UC4 Software GmbH durchgeführt. Befragt werden rund 30 hochrangige IT-Experten in den Rechenzentren führender deutscher, österreichischer und Schweizer Unternehmen aller Branchen. Aus den Ergebnissen wird das IT-Investitionsklima für das kommende Jahr erhoben