2008-02-23 06:02:08

IT und Geschäftsziele

Eine Studie zeigt auf, dass die effektive Umsetzung von IT-Governance den CIOs Kopfzerbrechen bereitet.

Fritz Katz

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Der IT-Management-Index ist eine Studie, die das unabhängige Forschungsunternehmen MORI mit Sitz in London bei 130 CIOs in England und Irland durchführte. Sie zeigt, dass IT-Leiter derzeit mit dem Management der IT so stark beschäftigt sind, dass sie sich nicht mehr in der Lage sehen, eine effektive IT-Governance umzusetzen. Dabei ist die IT wie ein Unternehmen zu führen und die IT-Abteilung muss sicherstellen, dass dem Unternehmen eine hohe Service-Qualität geboten wird.

 

 

 

Überbeansprucht

 

Laut Studie halten IT-Leiter den Mangel an ausreichenden Informationen über ihre IT-Assets und die Beanspruchung durch die kontinuierliche Einführung neuer Technologien für die größten Herausforderungen der kommenden zwölf Monate.

 

Obwohl 88 Prozent der CIOs zustimmen, dass das Management der IT-Assets für eine gute IT-Verwaltung unabdingbar ist, hat über ein Drittel (35 Prozent) kein klares Bild von ihrer IT‑Umgebung. 43 Prozent verfügen über weniger Asset-Informationen als sie sich wünschen.

 

Zahlreiche neue Technologien, die dem IT-Bestand kontinuierlich hinzugefügt werden, machen die Situation noch unübersichtlicher. Mehr als die Hälfte der CIOs (53 Prozent) gibt an, während der letzten zwölf Monate eine beträchtliche Anzahl neuer Technologie-Lösungen eingeführt zu haben. Beinahe genauso viele (48 Prozent) gehen davon aus, das in den kommenden 12 Monaten zu tun.

 

 

 

Informationsmangel

 

Neben der ständigen Erweiterung des IT-Bestandes stellt der Mangel an ausreichender Information für die CIOs eine weitere Herausforderung dar. Da Prozesse fehlen, um die Qualität von IT-Dienstleistungen zu messen, ist es den CIOs unmöglich deren qualitativen Beitrag zum Betriebsprozess zu evaluieren.

 

Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der CIOs hat keinerlei Zielvorgaben, die mit ihren „internen Kunden“ abgestimmt sind. Und diejenigen, die Ziele definiert haben, konzentrieren sich auf finanzielle Leistungsgrößen. Während 70 Prozent zustimmen, dass IT‑Dienstleistungen auf die Prioritäten der Unternehmensstrategie abgestimmt sein sollten, richten sich nur 39 Prozent der IT-Leiter tatsächlich danach. 45 Prozent der CIOs, die IT-Dienste nicht an den Unternehmensprioritäten ausrichten, sind der Meinung, dass eine solche Verknüpfung unmöglich sei.

 

Ermutigend ist laut Studie, dass die befragten CIOs sich anscheinend schon heute bemühen, die Schwierigkeiten der IT zu meistern. So war eine der wichtigsten Maßnahmen, die 58 Prozent der CIOs in den letzten zwölf Monaten anpackten, die „Standardisierung der Infrastruktur“. 55 Prozent der IT-Leiter gehen zudem davon aus, dass sie sich in den kommenden zwölf Monaten damit beschäftigen werden, „zusätzliche Management-Kontrollen“ einzuführen.

 

 

 

Copa-Tipp: Der IT-Management-Index ist eine jährliche CIO-Umfrage von CA in Großbritannien. Die Studie zielt darauf ab, jährlich die Fortschritte bei der Priorisierung von IT- und Unternehmenszielen zu untersuchen.