2005-12-07 15:15:06

KMUs sind falsch versichert

VAV

Dr. Norbert Griesmayr

Dr. Norbert Griesmayr

Die richtige Versicherung hebt auch das Basel II-Rating, meint VAV, die sich als günstigster KMU-Versicherer sieht.

Michael Reisner

Druckversion

Erhebungen zufolge sind geschätzte 85 Prozent der heimischen Klein- und Mittelbetriebe falsch versichert. Und zwar in zweierlei Hinsicht, meint Dr. Norbert Griesmayr, Generaldirektor der VAV Versicherungs-Aktiengesellschaft: „Die KMUs sind ungenügend und zu teuer versichert.“

Gefährdete Spezies

Das sei umso bedauerlicher, führt Griesmayr aus, als die KMUs als tragende Säule der österreichischen Wirtschaft auch gleichzeitig zur am meisten gefährdeten Unternehmensspezies zählen. „Die traditionell schmale Eigenkapitalausstattung führt dazu, dass diese Betriebe schon durch vergleichsweise geringe Ertragsausfälle in die Insolvenz getrieben werden. Dazu zählen auch Ertragsausfälle, die durch eine Versicherung abgedeckt werden können, es aber bei der überwiegenden Mehrheit der KMUs nicht sind.“ so Griesmayr weiter.

Laut der aktuellen Pleitenstatistik entfallen 96,7 Prozent aller in den Quartalen 1 - 3/2005 eröffneten Insolvenzen auf Handels- und Gewerbeunternehmen.

Der häufigste Fehler liegt im Nicht-Abschluss einer Betriebsunterbrechungsversicherung (BU), die für die Kosten einer beispielsweise durch Feuer oder durch Verwüstungen im Zuge eines Einbruchs erzwungenen Schließung aufkommt und damit das Überleben des Betriebes sichert. Griesmayr: „Bei 85 Prozent der KMUs fehlt diese Betriebsunterbrechungsversicherung. Den meisten KMUs wird der Zugang zu einer BU sogar verwehrt.“ BUs werden nur von rund der Hälfte der heimischen Sachversicherer angeboten und unterliegen dort, wo sie offeriert werden, einer komplizierten und kostenintensiven Tarifierung. Unter anderem werden häufig aufwändige Wirtschaftsprüfer-Gutachten verlangt.

Betriebsunterbrechung versichern

Um diesem Mangel abzuhelfen hat die VAV nun eine kostengünstige Betriebsunterbrechungsversicherung, die speziell auf die Bedürfnisse von KMUs zugeschnitten ist, in ihr Programm aufgenommen: Die Kosten einer Betriebsunterbrechung werden bis zu 50 Prozent des in der Polizze angeführten Inhaltswertes des geschädigten Betriebes übernommen. Abgedeckt sind Betriebsunterbrechungen für eine Dauer bis zu sechs Monaten.

Die BU-Versicherung wird im Rahmen des Business-Paketes Gewerbeversicherungen optional angeboten und kann von allen KMUs mit einem Beschäftigtenstand bis 50 Mitarbeiter und einem Inhaltswert bis 0,5 Mio Euro in Anspruch genommen werden. Die Prämienhöhe der BU richtet sich nach dem Unternehmensgegenstand des versicherten KMU. Pro 100.000 Euro Deckungssumme betragen die jährlichen Prämien zwischen 58 und 62 Euro.

BU-Versicherung für Basel II

BU-Versicherungen bieten auch einen Bilanzschutz, der in Hinblick auf Basel II von eminenter Bedeutung sind. Nicht durch Versicherungen gedeckte Betriebsunterbrechungen schmälern die Eigenkapitalbasis und führen zu einer Erschwerung bzw. Verteuerung der Aufnahme von Fremdkapital.

Die wichtigsten Daten im neuen Business-Pakete sind:

  • gesenkte Tarife,
  • mehr Katstrophenschutz,
  • Rabatt für Neugründer und, dass
  • VAV der günstigste Gewerbe-Versicherer ist.

„Auch bei der Gewerbeversicherung übernimmt die VAV die Vorreiterrolle in der Branche,“ sagt Griesmayr.“ Die Prämien der VAV liegen um mindestens fünf Prozent unter jenen des Mitbewerbes.“ Neu im Business-Paket Gewerbe sind auch die Erhöhung des Naturkatastrophen-Schutzes auf 7.300 Euro und die Einführung eines Sonderrabattes für Neugründer von 50 Prozent einer Jahresprämie.