2005-09-09 13:21:41

Kleiner Partner erarbeitet sich die größte Auszeichnung

Überreichung des Goldpartner-Zertifikats an SiteXs:  DI Andreas Hauser, (Microsoft Manager Partnerprogramme), Ing. Stefan Panholzer, Ing. Kurt Wiesauer (Geschäftsführer SiteXs), Martin Berka (Microsoft Partner Account Manager SiteXs), v.l.n.r.

Überreichung des Goldpartner-Zertifikats an SiteXs: DI Andreas Hauser, (Microsoft Manager Partnerprogramme), Ing. Stefan Panholzer, Ing. Kurt Wiesauer (Geschäftsführer SiteXs), Martin Berka (Microsoft Partner Account Manager SiteXs), v.l.n.r.

Der höchste Partnerstatus bleibt normalerweise großen Unternehmen vorbehalten. Nicht so bei Microsoft: Das Wiener 17 Mann-Unternehmen SiteXs ist Gold-zertifiziert.

Michael Reisner

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Partnerstati sind in der Regel von vielen Faktoren abhängig. Neben Kompetenz, Know-how und dem nötigen Fachwissen spielen normalerweise auch Umsatz und Unternehmensgröße eine Rolle. In der Praxis bedeutet das, dass ein noch so kompetenter heimischer Kleinbetrieb über einen bestimmten Partnerzertifizierungsgrad nicht hinaus kommt, weil er zu wenig „Produktmengen“ bewegt. Als erstes großes IT-Unternehmen hat Microsoft mit dieser Unsitte aufgeräumt. Das neue Partnerprogramm gibt auch kleineren IT-Unternehmen die Chance, den Partnerolymp zu erreichen. Denn aufgrund des Punktesystems, dass für die Partnerzertifizierung ausschlaggebend ist, kann jetzt mangelnde Umsatzgröße auch mit zusätzlichem Know-how und Kundenreferenzen aufgewogen werden.

Davon hat SiteXs (www.sitexs.at) als erster heimischer Microsoft Partner effizient profitiert.

Zertifizierungen sind geschäftsnotwendig

SiteXs ist ein auf die klein- und mittelständische Wirtschaft orientiertes EDV-Unternehmen, das im 21. Wiener Gemeindebezirk seinen Standort hat, je eine regionale Niederlassung in Linz und Graz betreibt, und von den Geschäftsführern Ing. Kurt Wiesauer und Ing. Stefan Panholzer geleitet wird. Von den 17 Mitarbeitern sind 8 Techniker. Spezialisiert ist das Unternehmen auf Netzwerke, den Sicherheitsbereich und IT-Infrastruktur.

Aufgrund dieses Geschäftsbereiches war und ist das Unternehmen für viele Hersteller wie HP, CA, Cisco etc. und speziell auch bei Microsoft zertifiziert. Das sei einfach eine Geschäftsnotwendigkeit, meint Panholzer: „Wir müssen vielen neuen Kunden erst erklären, wer wir sind. Zertifizierungen sind da wie ein Ausweis, der unsere Angaben bestätigt und die Tür öffnet.“ Trotz der vielen Zertifizierungen blieb SiteXs aber immer einer unter vielen, schränkt Panholzer ein.

Geändert hat sich das erst mit der Gold-Zertifizierung von Microsoft. Mit dieser höchsten Auszeichnung, die Microsoft zu vergeben hat, trat SiteXs erstmals auf der ITnT am eigenen Stand auf, und war überrascht über das hohe Kundeninteresse, dass sich letztlich auch in gut 50 potentiellen neuen Kontakten niederschlug.

Der Weg zu Gold

Als Mitte vergangenen Jahres Panholzer und Wiesauer vom neuen Microsoft Partnerprogramm erfuhren, waren sich beide einig, die Chance beim Schopf zu packen und den Gold-Status anzustreben. Dafür waren u.a zwei Kompetenzen nötig, SiteXs entschied sich für Netzwerk-Infrastruktur und Security. Im Herbst noch wurden drei Mitarbeiter (zwei sind nötig) im Bereich Netzwerk-Infrastuktur zertifiziert. Schwieriger war aufgrund der aufwendigen Schulungen und Trainings die zweite Kompetenz in Security zu erreichen. Aber im Jänner 2005 nahmen drei weitere Mitarbeiter auch diese Hürde.

Jetzt fehlten noch je drei Referenzkunden, die die Angaben von SiteXs über Installationen in beiden Bereichen betätigten. Zusätzlich wurde – mit Einverständnis von SiteXs – von einem unabhängigen Institut im Auftrag Microsoft´s die Kundenzufriedenheit nachgefragt.

Damit war der Weg zum Gold-Status frei.

Mitarbeitermotivation & Partnerschaften

Mitarbeiterschulungen sind nicht nur notwendig, sondern auch generell zeitaufwendig und kostenintensiv. „Für uns läuft das zum einen unter Return on Investment.“, beleuchtet Wiesauer die wirtschaftlichen Hintergründe, warum sein Unternehmen so viel Wert auf die Ausbildung seiner Mitarbeiter legt. Und weist darauf hin, dass „es bei einem Projekt sehr wohl ausschlaggebend sein kann, welche Qualifikationen man hat.“ Andererseits motiviert es den Mitarbeiter, wenn er sieht, dass seine Firma in ihn Geld investiert. Um den Teamgeist zusätzlich zu fördern, darf aber nur ein Mitarbeiter Microsoft Certified Professional in einem bestimmten Sachbereich sein. Denn, so Wiesauer: „Wir wollen nicht nur einen Guru, sondern echte Menpower im Unternehmen.“ Der Erfolg dieser Unternehmensphilosophie zeigt sich u.a. daran, dass die Kernmannschaft seit Jahren gleich ist.

Ein eigener Punkt ist für Wiesauer, dass mit Zertifizierungen bzw. Ausbildungen auch in die Partnerschaft zu einem bestimmten Hersteller investiert wird. „Diese Partnerschaft kann aber zerbrechen, wenn kein entsprechender Support dahinter ist“, warnt Wiesauer. „Wichtig ist, dass der Techniker auch beim Hersteller immer den richtigen Ansprechpartner hat und das funktioniert bei Microsoft ganz einfach.“