2005-09-08 11:07:36

Konvergenzen im Channel

Erich Bernscherer

Erich Bernscherer

Die Verschmelzung von TK und IT geht längst nicht so rasant vonstatten wie die von IT und CE. Ingram Micro stellt diese Entwicklung ganz in den Mittelpunkt der diesjährigen IM.TOP.

Michael Reisner

Druckversion

Ob Multimedia Center, Fotodrucker, Monitor mit TV-Tuner, musikalischer iPOD, UMTS-Handy mit Videokamera, Gamer-Equipment oder „beamendes“ Heimkino - die IT-Industrie ist, im Gegensatz zum Telekommunikationsbusiness, mit ihrem „Entertainment“ (Consumer Elecronics, CE) längst erfolgreich beim Endkunden vertreten. Umgekehrt wiederum setzt die klassische Unterhaltungselektronik (UE) seit langem High-tech in ihren Consumergeräten ein.

Bei dieser Entwicklung ist allerdings noch offen, „in welcher Richtung – UE mit IT oder IT mit UE - die Channels zusammenwachsen“, gibt Dipl.-Ing. Erich Bernscherer, Geschäftsführer von Ingram Micro, zu bedenken. Er beobachtet aber nicht nur diese Entwicklung seit langem, sondern reagiert auch und stellt das Thema Consumer Electronics als einen von zwei Schwerpunkten in den Mittelpunkt der IM.TOP am 22. September diese Jahres im Congress Center Pyramide Wien. Der zweite Schwerpunkt ist dem Thema Mobiltiy gewidmet.

Speed up your Business

„Aus der rasanten Entwicklung des Marktes eröffnen sich für IT- und CE-Händler sowie die Hersteller zusätzliche Wachstumsmärkte“, so Bernscherer. Denn die Konvergenz von Technologien, Systemen, Diensten und Geräten wird in den kommenden Jahren stark zunehmen. „Unsere Fachhandelspartner haben auf der IM.TOP die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren.“

Dabei hilft ihnen auch Bernhard Kabicher, Ingram Micros neuer Business Development Manager für den Bereich Consumer Electronics. Er verfügt bereits über ein breites Spektrum von nationalen und internationalen beruflichen Erfahrungen in der Sparte Conusmer Electronic Business. Sein Ziel bei Ingram Micro ist, den Fachhandel für Unterhaltungselektronik als Partner zu gewinnen. Das wird ihm insofern erleichtert, als die großen Hersteller die Einkaufsumsatzgrenzen ständig hinaufsetzen und Fachhändler, deren Umsatz unter dieser Grenze bleibt, nicht mehr direkt beliefern.

Keine Umsatzzuwächse

Ein wichtiger Punkt für den IT-Fachhandel, sich eingehender mit Consumer Electronics zu beschäftigen‚ ist auch, dass das heurige Jahr gesamt gesehen, kaum ein Wachstum bei den IT-Umsätzen bringen wird. „Der Preisverfall hebt den Zuwachs bei den Stückzahlen wieder auf“, kommentiert Bernscherer die Tatsache, dass das Marktvolumen IT den Vorjahreswert von 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro nicht überschreiten wird. Dass Ingram Micro im ersten Halbjahr 2005 trotzdem einen Umsatzgewinn verbuchen konnte, führt er einzig auf die erfolgreiche Unternehmensstrategie zurück.