2007-08-11 20:24:36

Netzwerker-Wahrheiten

Es gibt auch in der Welt der Netzwerke fundamentale Wahrheiten, die sich durch keine noch so revolutionäre Technologien umstoßen lassen.

Mathias Hein

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An den folgenden Wahrheiten kommt auch in Zukunft kein „vernünftiger“ Netzwerker vorbei, denn er weiß, dass diesen Wahrheiten als Basisgrößen unveränderbar sind.

 

 

 

  1. Ein Netzwerk muss immer funktionieren.

     

  2. Egal wie intensiv am Problem gearbeitet wird und egal welche Priorität die jeweiligen Aufgabenstellung hat, die Lichtgeschwindigkeit kann nicht erhöht werden. Mit anderen Worten: die Beseitigung gewisser Aufgabenstellungen erfordern eine gewissen Zeit. Die hektische Beschleunigung bei der Durchführung der Aufgabe führt in der Regel zu einer Verlangsamung des gesamten Prozesses.

     

  3. Jedes Netzwerkproblem benötigt zur Beseitigung immer mehr Zeit als man ursprünglich veranschlagt hat.

     

  4. Einige Dinge im Leben eines Netzwerkers werden erst dann vollständig verstanden und Wertgeschätzt, wenn er sie am eigenen Körper (in nächtelanger Arbeit) erfahren hat. Diese Dinge sind einem Menschen, der sich noch nie mit Netzen, dessen Betrieb oder der Komplexität der Aufgabenstellung befasst hat, auch durch viele wortreiche Beschreibungen nie zu erklären.

     

  5. Als Netzwerker weiß man immer zuwenig.

     

  6. Der Netzwerker versucht immer mehrere separate Problemstellungen durch eine einzige komplexe Lösung zu beseitigen. In den meisten Fällen ist die Ursache in einer schlechten Planungsidee zu suchen.

     

  7. Es ist einfacher, ein Problem vor sich her zuschieben als es endgültig zu lösen. Außerdem ist man immer versucht, die Probleme auf eine höhere Ebene des jeweiligen Kommunikationsmodells zu verlagern.

     

  8. Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und niedrige Kosten: In einem guten Netzwerk lassen sich immer nur zwei der drei Parameter realisieren.

     

  9. Die Netzwerk-Realität ist immer komplizierter als sie ursprünglich einmal erschien.

     

  10. Man kann die Ressourcen kontinuierlich erhöhen und hat am Ende immer noch zu wenig Ressourcen zur Verfügung.

     

  11. Jeder Netzwerker macht kontinuierlich Fehler. Es kommt dabei nur darauf an, dass man die Fehler immer besser macht.

     

  12. Jede veraltete Idee wird früher oder später unter einem geänderten Namen und in einer neuen Aufmachung wieder das Licht der Welt erblicken. Dabei ist es völlig unerheblich, ob sich diese Idee in die Praxis umsetzen lässt oder nicht.

     

  13. Absolute Perfektion beim Protokoll-Design wird dann erreicht, wenn einer Idee nichts mehr hinzugefügt werden kann. Ein Protokoll wird dann zum Standard erklärt, wenn an einem Design keine guten Ideen mehr zu erkennen sind.