2007-08-11 10:58:19

Neues Vergabegesetz – neue Vorschriften

Wolfgang Kuzel

Wolfgang Kuzel

Anfang 2006 tritt ein neues Vergabegesetz in Kraft. Hintergrund dafür sind die Evaluierung des BVergG im Jahre 2003 und die Einarbeitung der Vergabe-Richtlinien auf Europäischer Ebene.

Michael Reisner

Druckversion

 

 

 

 

Das Gesetz wurde sowohl strukturell als auch inhaltlich überarbeitet. Zur Verbesserung der Lesbarkeit wurden die derzeit komplizierten und fehlerhaften Beweisketten reduziert, doch wuchs die Paragraphenanzahl von derzeit 192 auf ca. 330.

Neues Gesetz

Die inhaltlichen Neuerungen umfassen die neuen europäischen Vergaberichtlinien wie beispielsweise neue Verfahrensarten, nicht-prioritäre Dienstleistungen, zentrale Beschaffungsstellen, Alternativ- und Nebenangebote sowie technische Spezifikationen und Fristen.

Es wird für die vergebenden Stellen - besonders für kleinere Gemeinden - nicht einfach, sich rasch mit allen Neuerungen vertraut zu machen, um Formfehler und in Folge langwierige Wiederaufnahmen von Vergabeverfahren zu vermeiden.

 

 

Elektronisches Vergabemanagement

Die Einführung eines elektronischen Vergabemanagement-Systems bringt Einsparungspotentiale über den gesamten Prozess der Vergabe und stellt sicher, dass Vergaberichtlinien eingehalten und Fristen sowie Genehmigungsprozesse termingerecht abgewickelt werden.

Unterschiedliche Organisationsstrukturen und juristische Vorgaben prägen Vergabeprozesse von hoher Komplexität. Mithilfe einer Vergabemanagement-Lösung können diese Prozesse vollständig und integriert abgebildet und somit Kosten und Durchlaufzeiten stark reduziert werden.

Ein wichtiger Aspekt bei der Wahl einer elektronischen Ausschreibungslösung ist die Rechts- und Revisionssicherheit des Systems. Es gilt, alle Akteure auf digitalem Weg juristisch zu unterstützen. Dies vermeidet Verfahrensfehler und Korruptionsfälle, was auf herkömmlichem Weg ohne elektronische Unterstützung einen erheblichen Mehraufwand an Kosten und Durchlaufzeiten bedeutet.

 

 

Vergabe@Work

Um diesen Änderungen rasch und effektiv Herr zu werden, bietet die Elektronische Datenverarbeitung GmbH & Co KG (EDVg) der öffentlichen Verwaltung, insbesondere Gemeinden, eine Servicedienstleistung (ASP-Lösung) an, um das Vergabemanagement-System Vergabe@Work punktuell für Ausschreibungen einzusetzen. Die EDVg arbeitet als Integrationspartner intensiv mit der Firma Administration Intelligence AG zusammen.

Vergabe@Work ist ein formularbasiertes Vorgangssteuerungs-System, dass die gesamte Abwicklung des internen - sehr aufwändigen und arbeitsteiligen - Vergabeprozesses digital und dabei rechtskonform unterstützt. Vergabe@Work wurde explizit für den Einsatz bei öffentlichen Auftraggebern entwickelt.

Damit können Gemeinden die umfassenden Vorteile eines professionellen Vergabemanagements nutzen, gänzlich ohne eigenen Implementierungsaufwand und zusätzlichen Know-how Aufbau. Das bedeutet letztlich weniger Kosten bei höherer Sicherheit und ist laut Aussage von GF Wolfgang Kuzel, Geschäftsführer der EDVg, ein überzeugendes Argument.

 

 

 

 

EDVg

Die EDVg gehört mit ihrer über 40 jährigen Geschichte zu den erfahrensten österreichischen IT-Unternehmen. Das Unternehmen agiert als hersteller- und konzernunabhängiger Full Service IT-Dienstleister am heimischen Markt. Kernbereiche der EDVg sind Business Process Management, Systemintegration und Projekte, Internet Service Providing, IT-Betrieb und Rechenzentrum sowie Anwendungsbetreuung und Produktion.

Die EDVg betreibt verteilt auf Österreich sieben Niederlassungen. Rund 110 Mitarbeiter erwirtschafteten 2004 einen Umsatz von rund 14 Mio. Euro.