2010-09-16 07:22:52

Serie: eMarketing Teil 3

eMails behaupten sich im Marketingmix

Die Ergebnisse des EMEA eMail-Trendreports von DoubleClick Email Solution unterstreichen den hohen Stellenwert der eMail als Werbeinstrument.

Fritz Katz

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Aus über einer Milliarde eMails, die zwischen April und Juni 2005 in Europa, im Nahen Osten und in Afrika (EMEA) über die DARTmail Plattform von DoubleClick versendet worden sind, wurden die für die Studie erforderlichen Daten erhoben.

Die Untersuchung macht deutlich, dass eMail weiterhin ein wesentlicher und effektiver Marketingkanal ist. Die Auslieferungsraten sind im zweiten Quartal 2005 im Vergleich zum Vorjahr weiter gestiegen, auch die Click-Through-Raten zogen an. Gleichzeitig sank die Zahl der Spam-Meldungen im zweiten Quartal 2005.

Zwar zeigen die Ergebnisse auch, dass die Öffnungsraten in EMEA zurückgegangen sind. Dieser Trend ist jedoch zum Großteil auf technische Neuerungen und ein geändertes Kundenverhalten sowie auf die zunehmende Alterung der verwendeten Daten zurückzuführen. Vor diesem Hintergrund müssen Werbetreibende die Öffnungsraten als Messinstrument des Kampagnenerfolgs neu bewerten.

Neben dem eMail-Trendreport veröffentlicht DoubleClick deshalb erstmalig einen Fachbericht zum Thema. In der Untersuchung „Analyse der Entwicklung der Öffnungsraten” werden die Ursachen für den Rückgang der Öffnungsraten detailliert untersucht und Lösungsansätze vorgestellt.

„In den letzten fünf Quartalen konnten wir einen stetigen Rückgang der Öffnungsraten beobachten. Dies ist nur zum Teil darauf zurückzuführen, dass ein Großteil der aktuellen eMail-Programme das Laden von Grafiken standardmäßig unterdrückt“, kommentiert John Nugent, Managing Director von DoubleClick Email Solutions EMEA die aktuellen Studienergebnisse. „Es gibt darüber hinaus noch weitere Ursachen für den kontinuierlichen Abwärtstrend. Die Analyse dieser Ursachen hilft uns, die Werbungtreibenden noch besser zu unterstützen. So können sie ihr Targeting verbessern, die Öffnungsraten erhöhen und ihre gesamten Marketingergebnisse optimieren.“

Der eMail-Trendreport von DoubleClick vergleicht die EMEA-Ergebnisse mit den Ergebnissen aus Nordamerika. Die Ergebnisse für Deutschland, Frankreich und Großbritannien werden separat aufgeführt und nach Dienstleistungsbranche, Medienbranche, Produktbranche und Business-to-Business-Sektor (B2B) aufgeschlüsselt.

Die wichtigsten EMEA-Ergebnisse im Überblick:

Die durchschnittliche Auslieferungsquote stieg im Jahresvergleich von 89,5 % in Q2 2004 um 1,6 % auf 90,9 % im Q2 2005. Die durchschnittliche Öffnungsrate (32,0 %) ging im Vergleich zum zweiten Quartal 2004 (40 %) um 20 % zurück, dieser Rückgang setzt den stetigen Rückgang der letzten fünf Quartale fort. Die durchschnittliche Click-Through-Rate lag im zweiten Quartal 2005 bei 9,7 % und blieb somit im Vergleich zum Vorjahr unverändert. HTML bleibt mit 62 % das beliebteste eMail-Format, verzeichnete aber im Vergleich zum vorherigen Quartal einen leichten Rückgang. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2004 ging die Nutzung des HTML-Formats um 2,7 % zurück. Multi-Part-eMails (eMails, die sowohl einen HTML-Teil als auch einen Nur-Text-Teil enthalten) lagen erneut auf dem zweiten Platz und erreichten im Jahresvergleich einen Zuwachs von 35,3 % (23,0 % vs. 17,0 %). Die Nutzung von Nur-Text-eMails stieg gegenüber dem ersten Quartal leicht an, ging jedoch im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 22,3 % (von 19,3 % auf 15,0 %) zurück.

Die Anzahl der Spam-Meldungen (basierend auf an AOL geschickte Spam-Beschwerden) fiel um 31,2 % von 0,93 % auf 0,64 %. Dennoch erreichte deren Anzahl im vierten Quartal 2004 mit 0,88 % einen Höchststand, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass Unternehmen im Weihnachtsgeschäft mehr eMails verschicken als sonst.