2018-03-12 08:37:51

Social Start-up Initiative found!

Im Zuge der Initiative found! von Deloitte Future Fund und Impact Hub Vienna haben Social Start-ups die Chance, ihre Geschäftsidee durch Workshops und professionelle Beratung erfolgreich voranzutreiben. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Ermöglichung von Arbeitsplätzen oder des Zugangs zum Arbeitsmarkt für Menschen mit Fluchthintergrund.

„Ein erfolgreicher Integrationsprozess hängt maßgeblich vom geglückten Start ins Berufsleben ab. Wir unterstützen mit der Initiative found! Projektideen, die anerkannten Flüchtlingen diese Chance bieten wollen“, erklärt Bernhard Gröhs, CEO von Deloitte Österreich. „Bereits im letzten Jahr konnten so aus vielversprechenden Ideen erfolgreiche Unternehmen entwickelt werden. “

Heuer haben es sechs Projekte in die engere Auswahl geschafft. In einem Inkubationsprozess werden die Finalisten im nächsten halben Jahr gemeinsam mit Experten von Impact Hub und Deloitte intensiv an der Optimierung ihres Businessplans arbeiten. Für zwei der Teams besteht nach dieser Phase die Chance auf weitere finanzielle Unterstützung und Pro Bono-Beratung.

„Die Geschäftsideen der sechs Finalisten sind sehr vielversprechend. Sie decken ein breites Spektrum am Arbeitsmarkt ab“, freut sich Matthias Reisinger, Co-Founder Impact Hub Vienna. „Im nächsten halben Jahr kann sich bei den Start-ups jetzt einiges tun. Wir werden die jungen Unternehmer in dieser spannenden Phase bestmöglich unterstützen.“

Sechs Start-ups haben überzeugt

Die Finalisten kommen mit einer Ausnahme alle aus Wien. Unter den Wienern ist das Start-up MORE THAN ONE PERSPECTIVE (MTOP). Das junge Social Business bereitet gut ausgebildete Geflüchtete mit Workshops sowie Training, Coaching und Mentoring gezielt auf den Arbeitsmarkt vor und vermittelt sie an passende Unternehmen.

SHADES TOURS sind auch bei den Finalisten. Das Team organisiert in Wien geführte Touren zum Thema Obdachlosigkeit. Durch eine Angebotserweiterung stehen bald auch Vorträge und Touren mit geflüchteten Personen in Österreich auf dem Programm. Dadurch können direkt Arbeitsplätze geschaffen werden.

Bei Topfreisen kochen Flüchtlinge für Eventcaterings in Wien und Umgebung Speisen aus ihren Heimatländern. Mit der neuen Topfreisen Academy sollen Geflüchtete nun zudem eine Gastronomie-Ausbildung erhalten, um anschließend an Gastro-Partnerunternehmen weitervermittelt zu werden.

Das Projekt Habibi & Hawara's Bazaar ist ebenfalls in der finalen Runde. Hier ist zusätzlich zum etablierten Restaurant ein virtueller Marktplatz geplant. Dort sollen gemeinnützige Organisationen und Institutionen mit Flüchtlingsbezug eigenproduzierte Produkte und Waren verkaufen können.

Die Kattunfabrik gliedert geflüchtete Schneider in den Arbeitsmarkt ein. Zugleich werden langfristig Arbeitsplätze geschaffen, indem die Geflüchteten in den Produktionsprozess von im CultureLaberzeugten Kleidungsstücke eingebunden werden.

Neben den fünf Start-ups aus Wien wurde auch ein Projekt aus der Steiermark ausgewählt. Bei Chance Giving, Chance Living 4 Refugees können junge Geflüchtete eine Art Vorlehre sowie ein Mentoring-Programm in Kooperation mit Schulen, Unternehmen sowie dem öffentlichen Sektor absolvieren. Ziel ist ein erleichterter Eintritt in den Arbeitsmarkt.

mat

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