2005-10-20 09:28:04

Sony schleudert ...

Sony verkauft Vaios zu Schleuderpreisen in der Schweiz.

Michael Reisner

Druckversion

Für 1350 Franken verkauft der Schweizer Großsortimenter Coop Sony-Vaio-Notebooks. Zum Vergleich: Der Listenpreis für das Notebook mit 15,4-Zoll-Bildschirm beträgt derzeit 1.899 Franken, und Händler müssen nach Angaben de Schweizer News-Dienstes zwischen 1.400 und 1.600 Franken bei ihrem Distributor zahlen.

Was die mit Restrukturierung und mageren Ergebnissen beschäftigte Sony dazu bewegt, so deutlich am Channel vorbei seine Rechner zu verkaufen, bleibt dahin gestellt. Nach Angaben des Schweizer News-Dienstes sagte Sony-Sprecher Matthias Graf, für die Preisgestaltung im Endhandel seien die Anbieter zuständig. Sony trete generell für eine Harmonisierung ein und halte wenig von einem verschärften Preiskampf.

In der Schweiz bietet auch der Media Markt dasselbe Notebook für 1.499 Franken an, will jetzt aber mit dem Coop-Agebot gleichziehen - ohne eine entsprechende Preisreduktion Sonys abzuwarten.

Sony streicht 10.000 Stellen

Der japanische Elektronikkonzern Sony will seine Probleme mit massivem Stellenabbau und einer Reduzierung der Produktpalette in den Griff bekommen. Bis Ende März 2008 sollen rund 10.000 der mehr als 150.000 Arbeitsplätze gestrichen und elf Werke geschlossen werden, teilte der neue Sony-Chef Howard Stringer in Tokio mit. Sony leidet vor allem unter den Verlusten seiner einst starken Unterhaltungselektronik-Sparte.

Insgesamt sollen 200 Milliarden Yen (1,47 Milliarden Euro) eingespart werden. 5000 der Stellen sollen im Verwaltungsbereich abgebaut werden. In Japan sollen 4000 Jobs wegfallen. Statt der stark dezentralen Konzernstruktur soll es neue eng verzahlte Geschäftssparten geben.

Für das laufende Geschäftsjahr (bis Ende März 2006) wird nun ein Verlust von 10 Milliarden Yen (70 Millionen Euro) erwartet. Zuvor hatte Sony die Prognose zwar gesenkt, aber noch mit positiven Zahlen gerechnet. Die Kosten der Umstrukturierung wurden auf 210 Milliarden Yen beziffert.

Sony will sich auf TV-Geräte und sonstige Produkte für das hochauflösende Fernsehen (HDTV) konzentrieren sowie mobile Technik und Halbleiter-Technologien wie den schnellen Cell-Prozessor. Die Zahl der verschiedenen Modelle soll noch in diesem Jahr um ein Fünftel gesenkt werden.

Quelle: IDG Network