2006-07-07 11:25:41

VMware Infrastructure 3 setzt neue Maßstäbe

Diane Green

Diane Green

Drastische Kosteneinsparungen und ein bahnbrechendes Niveau an Effizienz und Flexibilität für IT-Umgebungen jeder Größe verspricht die dritte Generation der branchenführenden Software Suite zum Betrieb einer virtuellen Infrastruktur.

Michael Reisner

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VMware hat VMware Infrastructure 3 vorgestellt. Die bereits dritte Generation der Virtualisierungs-Software erlaubt großen und kleinen Unternehmen, ihre IT-Umgebungen mittels Virtualisierung zu optimieren und zu verwalten. VMware Infrastructure 3 wird voraussichtlich im Laufe dieses Monats verfügbar sein. Die Listenpreise für die unterschiedlichen Angebotspakete starten bei 1.000 US-Dollar pro zwei Prozessoren.

Von 1 bis 3

Die erste Generation von Virtualisierungsprodukten für Industriestandard-Computersysteme erlaubte die Partitionierung von Servern mittels Hypervisor- oder Hosted-Architektur. Die zweite Generation fügte Funktionen für Verwaltung und Kapazitätsplanung, ein Tool für die Migration physischer in virtuelle Systeme und weitere Werkzeuge für die Konsolidierung von Produktivservern hinzu. Die dritte Generation, VMware Infrastructure 3, liefert Möglichkeiten für den Aufbau einer virtuellen Infrastruktur auf Basis kompletter Farmen aus Servern und Speichersystemen, unabhängig von der Arbeitslast der Betriebssysteme, Applikationen und der zugrunde liegenden Hardware.

4 neue Produkte

VMware Infrastructure 3 baut auf VMware ESX Server mit Virtual SMP und VirtualCenter mit VMotion-Technologie auf. Diese befinden sich bereits bei zehntausenden Unternehmen weltweit im Einsatz. Die dritte Generation enthält vier neue Produkte: VMware VMFS, ein verteiltes Dateisystem der nächsten Generation; VMware Distributed Resource Scheduler (DRS), VMware High Availability (HA) und VMware Consolidated Backup. Diese Suite liefert in einem integrierten Angebot umfassende Virtualisierung, Verwaltung, Ressourcen-Optimierung, Applikationsverfügbarkeit und Möglichkeiten zur Betriebsautomatisierung.

Das ist vor allem für Rechenzentren interessant, weil jetzt eine Farm aus Industriestandard-Hardware als einheitlicher Ressourcen-Pool genutzt werden kann, die sich dynamisch verschiedenen Abteilungen oder Projekten zuordnen lässt. Je nach Geschäftserfordernissen können Leistungen hinzugefügt oder entfernt werden ohne den Betrieb zu unterbrechen. Applikationen können automatisch auf verfügbare Hardware-Ressourcen migriert werden. Hardware-Ausfälle können automatisch, mit minimaler Unterbrechung der Prozesse überbrückt werden. Applikationen können vor Ort oder auf entfernten Systemen unabhängig von Hardware oder Betriebssystem unmittelbar bereit gestellt oder wieder hergestellt werden. Kunden werden in die Lage versetzt, IT Service Level auf ein neues Niveau zu heben, ihre Infrastruktur zu vereinfachen und zu automatisieren und Virtualisierung in ihrer gesamten Umgebung zu nutzen.

„VMware Infrastructure 3 weist Hardware und Software neue Rollen zu, so dass Unternehmen auf der Basis eines Pools ständig verfügbarer Hardware-Ressourcen den Einsatz von Diensten komplett überdenken können“, erklärt Diane Greene, President von VMware. „Statt auf physischen Servern, die speziell für ein bestimmtes Betriebssystem und Programm konfiguriert werden, können jetzt viele Applikationen auf einem großen Ressourcen-Pool betrieben werden. Damit gehört der Zwang, über einzelne Hardware-Komponenten nachdenken zu müssen, der Vergangenheit an. Wir werden uns daran als die schwierige Art und Weise erinnern, wie wir einst die Dinge gehandhabt haben.“

Strategische Technologiebasis

„Virtualisierung entwickelt sich schnell von einem Tool für die Server-Konsolidierung zur strategischen Technologiebasis der IT-Infrastruktur“, erläutert Stephen Elliot, Research Manager bei IDC. „Die Kosteneinsparungen sind offensichtlich. Fortschrittliche IT-Abteilungen beginnen darüber hinaus, eine umfassende virtuelle Infrastruktur anzubieten, die standardisierte Managementprozesse nutzt und eine überzeugende Antwort für die Nachfrage des IT-Leiters nach einer agilen, effizienten und dynamischen Infrastruktur liefert, die radikal einfach zu betreiben ist.

VMware Infrastructure 3 beinhaltet VirtualCenter, das den Betrieb eines virtuellen Rechenzentrums aufgrund verschiedener neuer Möglichkeiten automatisieren und vereinfachen kann:

  • VirtualCenter kann im Vergleich zu den Vorläufer-Versionen die dreifache Zahl von Hosts und virtuellen Maschinen kontrollieren.
  • Topologie-Abbildungen und zentralisierte Konfiguration von ESX Server-Hosts vereinfachen mit Drag-und-Drop-Funktionalität das Management unternehmensweiter Virtualisierungsumgebungen.
  • VMware DRS und VMotion-Technologie fassen Hardware-Ressourcen dynamisch in logische Ressourcen-Pools zusammen und teilen sie den Applikationen auf den virtuellen Rechnern optimal zu. Wenn eine virtuelle Maschine erhöhte Last erfährt, teilt VMware DRS ihr automatisch weitere Ressourcen zu, indem sie die virtuellen Rechner auf den physischen Servern umverteilt.
  • VMware HA eliminiert punktuelle Hardware-Ausfälle durch automatisches Umverteilen und Neustarten virtueller Maschinen. HA bietet einheitlich hohe Verfügbarkeit für die gesamte virtualisierte IT-Umgebung, ohne die Kosten und Komplexität gängiger Failover-Systeme, die entweder an die Betriebssysteme oder spezifische Applikationen gebunden sind.
  • VMware Consolidated Backup vereinfacht den Schutz der Daten durch Abgabe der Datensicherung an einen zentralisierten Server. Die Entlastung von der Datensicherung erlaubt dem ESX Server, weitere virtuelle Maschinen zu betreiben, da seine Last reduziert ist. So kann das Backup selbst während der Produktivzeiten sicher durchgeführt werden.
  • Üppige Sicherheitskontrollen, umfassende Auditing-Möglichkeiten und administrative Rollen ermöglichen eine sichere, überprüfbare Betriebsumgebung, in der Verantwortlichkeiten auf verschiedene Gruppen verteilt werden können, ohne dass die Sicherheit und die Übereinstimmung mit den IT-Richtlinien insgesamt beeinträchtigt werden.

Kosteneinsparungen

VMware Infrastructure 3 beinhaltet VMware ESX Server 3, die fortschrittlichste Virtualisierungsplattform für Server, Speichergeräte und Netzwerke auf Basis von Industriestandard-Servern. Sie bietet die Weiterentwicklung einer bewährten Architektur, die seit mehr als sieben Jahren eine absolut verlässliche Virtualisierung und seit mehr als zwei Jahren kontinuierliche Systemverfügbarkeit bietet. Zu den Neuheiten gehören:

  • Ein neues Niveau an Leistung, Skalierbarkeit und Verlässlichkeit für einen höheren Konsolidierungs- und Kostensenkungsgrad. Die neue Version erweitert die Kapazitätsgrenzen virtueller Maschinen um mehr als 50 Prozent und verbessert die Leistung für bestimmte Arbeitslasten und Einsatzszenarios.
  • 4-Wege Virtual SMP erlaubt die Virtualisierung großer Unternehmensapplikationen, die auf die Nutzung vier virtueller CPUs und 16 GB Speicher skalierbar sind.
  • Mit neuen Fähigkeiten zum Energie-Management lassen sich die durch Virtualisierung möglichen Energieeinsparungen noch steigern. Kunden sparen so weitere Kosten ein.
  • Native Unterstützung für iSCSI, SAN und NAS-Speicher ermöglicht Kunden, die Infrastruktur in Filialen und anderen externen Standorten zu virtualisieren, die preiswerte Speichertechnologie einsetzen.
  • Die Möglichkeiten zur Netzwerk-Virtualisierung beinhalten erweiterte Unterstützung für VLANs, Richtlinien zur Netzwerkkonfiguration und Interoperabilität. Netzwerk-Anschlüsse und -Verbindungen können zusammen gefasst werden, um die Verwaltung zu erleichtern und Kosten zu sparen, während die logische Netzwerk-Aufteilung erhalten bleibt.
  • Speicher-Virtualisierungsmöglichkeiten, die durch VMFS geliefert werden, erlauben Kunden, Speicherplatz von heterogenen Speicher-Arrays zu verbinden und sie dynamisch in virtuellen Ressourcen zu sammeln, die den Applikationen zur Verfügung gestellt werden. Angeschlossene Speichersysteme können kostengünstig in zentral verwaltete, hochverfügbare SAN-Umgebungen konsolidiert werden.

Hardware- und Betriebssystem-Auswahl

  • VMware Infrastructure 3 ist für mehr als 200 Serverkombinationen, Speichersysteme und Management-Programme optimiert und getestet. Kunden können Virtualisierung auf praktisch jeder Industriestandard-Hardware für den Rechenzentrumseinsatz nutzen.
  • VMware Infrastructure 3 ist nicht an irgendein Betriebssystem gebunden. Das gestattet Kunden die freie Wahl des Betriebssystems und der Applikationen. VMware Infrastructure 3 wurde auf 28 Varianten von Windows, Linux, Netware und Solaris getestet und zertifiziert.
  • VMware Infrastructure 3 kann virtuelle Maschinen, die mit Microsoft Virtual Server oder Virtual PC erstellt wurden, ebenso betreiben wie Symantec LiveState Recovery Images.

„Wir sind begeistert, dass VMware die Vision des automatisierten Rechenzentrums, das sich selbst optimiert, Wirklichkeit werden lässt. Seit Januar 2005 setzen wir die VMware-Infrastruktur unternehmensweit ein und haben so mehr als eine Million US-Dollar an Hardware-Kosten eingespart“, berichtet Ed Baldwin, Senior Network Engineer bei Enbridge Energy Company, Inc., einem führenden Energieunternehmen und Beta-Kunden von VMware Infrastructure 3. „VMware Infrastructure 3 unterstützt unser Vorhaben, mehr Applikationen im ganzen Unternehmen zu virtualisieren.“

Baldwin erklärt weiter: „Die neuen Produkte und Möglichkeiten in VMware Infrastructure erhöhen die Effizienz und Flexibilität unserer Infrastruktur weiter. Beispielsweise kann unser Rechenzentrum mit VMware DRS in bisher unerreichter Weise automatisiert werden. Auch das neue 4-Wege Virtual SMP erweitert die Grenzen für uns: Jetzt können wir selbst für die Prozessor- und Speicher-intensivsten Applikationen wie Datenbanken, ERP und CRM virtuelle Maschinen nutzen.“

„Die Société de transport de Montréal bietet auf ihrem Systemen täglich 1,3 Millionen Fahrten an. Mit VMware Infrastructure konnte die Société de transport de Montréal die Kosten um 30 Prozent senken und die Firmenleitung kann nachts in der Gewissheit schlafen, dass die Kunden selbst im Falle eines Systemausfalls in unserem Rechenzentrum Transport-Informationen abrufen können“, sagt Mike Stefanakis, Senior Systems Engineer bei Société de transport de Montréal, einer Agentur, die in Kanada Busse und die Métro betreibt und Beta-Kunde von VMware Infrastructure 3 ist. „Mit VMware Infrastructure 3 können wir auch Applikationen mit hohen Anforderungen an Prozessoren, Speicher oder Arbeitsspeicher beruhigt in virtuellen Maschinen laufen lassen. DRS minimiert zudem die Notwendigkeit manuellen Eingreifens. VMware HA und Consolidated Backup ermöglichen, dass unsere Kunden einen störungsfreien Betrieb erleben, was für unser Unternehmen entscheidend ist.“

Angebotspakete

Die umfangreichen Funktionen von VMware Infrastrukture stehen in drei Ausgaben zur Verfügung, die auf unterschiedliche IT-Umgebungen abgestimmt sind:

  • VMware Infrastructure Starter ist ein Einstiegsangebot für die unkomplizierte Einführung in kleinen und mittelgroßen Unternehmen oder Filialen und Außenstandorten großer Unternehmen. VMware Infrastructure Starter beinhaltet ESX Server mit lokalem oder NAS-Speicher und vollständigen Managementfunktionen mittels VirtualCenter Management Agent. Der Listenpreis für VMware Infrastructure Starter beträgt 1.000 US pro zwei Prozessoren.
  • VMware Infrastructure Standard ist für die Virtualisierung von Arbeitslasten in Unternehmen konzipiert. Neben ESX Server beinhaltet diese Variante VMFS für Vernetzung und Konsolidierung von Speichersystemen im Unternehmen, Virtual SMP und VirtualCenter Management Agent. Der Listenpreis für VMware Infrastructure Standard beträgt 3.750 US-Dollar pro zwei Prozessoren.
  • VMware Infrastructure Enterprise ist als strategische IT-Infrastruktur für das dynamische Rechenzentrum konzipiert. Mit ihrem kompletten Set an Virtualisierungsmöglichkeiten zielt sie auf bedeutende Kosteneinsparungen und eine drastische Vereinfachung der IT. Dieses Angebot beinhaltet ESX Server, VMFS, Virtual SMP, VirtualCenter Management Agent, VMotion-Technologie, DRS, HA und Consolidated Backup. Der Listenpreis für VMware Infrastructure Enterprise beträgt 5.750 US-Dollar pro zwei Prozessoren.

Verfügbarkeit

VMware Infrastructure 3 befindet sich seit Oktober 2005 in der Beta-Phase mit mehr als 6.400 aktiven Teilnehmern. VMware Infrastructure 3 wird voraussichtlich im Laufe diese Monats verfügbar sein.

VMware

VMware, Inc., ein EMC-Unternehmen (NYSE: EMC), ist der weltweit führende Anbieter virtueller Infrastruktur-Software für Industriestandard-Computersysteme. Die größten Unternehmen der Welt setzen die Lösungen von VMware ein, um ihre IT-Infrastruktur zu vereinfachen, ihre Investitionen bestmöglich zu nutzen und schneller auf geänderte Geschäftsanforderungen zu reagieren. VMware hat seinen Sitz in Palo Alto, Kalifornien. Die deutsche Niederlassung des Unternehmens befindet sich in München. Weitere Informationen finden sich unter www.vmware.de.